AK-Infoabend: Aktuelle Tirol Ergebnisse und die Daten zu PISA in Südtirol
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Am 4. April 2011 stellte die AK Tirol Ergebnisse der PISA-Studie 2009 für das Bundesland Tirol vor, ebenso die Ergebnisse aus Südtirol. Zu Gast war Herr Prof. DDr. Günter Haider, Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE) und Herr Dr. Meraner Rudolf, Direktor des Pädagogischen Instituts für die deutsche Sprachgruppe in Südtirol.
PISA untersucht die Grundkompetenzen von 15-/16-jährigen Schülerinnen und Schülern in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaft. Der Schwerpunkt von PISA 2009 liegt auf der Lese-Kompetenz. An PISA 2009 beteiligten sich rund 470.000 Schülerinnen und Schüler aus 65 Ländern weltweit (34 OECD- und 31 Partnerländer). In Österreich wurden 6.590 Schüler/innen des Jahrgangs 1993 in einer repräsentativen Stichprobe aus rund 280 Schulen aller Schultypen getestet. Im Rahmen der PISA Erhebung 2009 nahmen in Tirol insgesamt 1.283 Schüler/innen aus 53 Tiroler Schulen teil.
Auszüge aus der Detailauswertung für das Bundesland Tirol
(PISA Studie 2009. Erste Ergebnisse aus Tirol, ,Hrsg. BIFIE Salzburg):
Lesen- Die Tiroler Schüler/innen erreichen bei PISA 2009 auf der Lese-Gesamtskala einen Mittelwert von 463 Punkten. Er liegt minimal und statistisch nicht signifikant unter dem österreichischen Gesamtmittelwert sowie um 30 Punkte und damit statistisch signifikant unter dem OECD-Schnitt von 493.
- In Tirol gehören 4 % der Schüler/innen zur Spitzengruppe. Etwa gleich viele sind es in Österreich insgesamt mit 5 %. Im OECD-Schnitt macht die Spitzengruppe 7 % der 15-/16-Jährigen aus.
- Innerhalb der OECD gehören im Schnitt 19 % zur Lese-Risikogruppe. In Tirol macht die Risikogruppe mit einem Anteil von 31 % fast ein Drittel der 15-/16-jährigen Schüler/innen aus. Das entspricht etwa dem Anteil in Gesamtösterreich von 28 %. Diese Lese-Risikoschüler/innen können gegen Ende der Pflichtschulzeit also nur unzureichend sinnerfassend lesen, so dass sie dadurch Gefahr laufen, in ihrem privaten und gesellschaftlichen Leben erheblich beeinträchtigt zu werden. Auch der Eintritt in den Arbeitsmarkt könnte für diese Schüler/innen schwierig sein.
- Gleichzeitig gibt deutlich mehr als die Hälfte der Jugendlichen in Tirol an, niemals in der Freizeit zum Vergnügen zu lesen. Bei den Burschen allein liegt dieser Wert sogar bei 64 %. Das sind sogar noch etwas mehr „Leseverweigerer“ als in Österreich insgesamt. Im Durchschnitt aller OECD-Länder lesen „nur“ 37 % der Schüler/innen nicht zum Vergnügen.
- Tirols Schüler/innen erreichen bei PISA 2009 mit einem Mathematikmittelwert von 493 Punkten ein Ergebnis im Bereich des Österreich-Gesamtwerts sowie des OECDSchnitts (beide 496 Punkte).
- In Tirol gehören 24 % zur Mathematik-Risikogruppe. Das entspricht etwa der Größe der Risikogruppe im Österreich und im OECD-Schnitt.
- Im OECD-Schnitt zeigen 13 % der Schüler/innen in Mathematik Spitzenleistungen. In Österreich macht die Spitzengruppe ebenfalls 13 % aus. Mit 13 % ist die Spitzengruppe in Tirol gleich groß.
- Tirols Schüler/innen erreichen bei PISA 2009 in Naturwissenschaft einen Mittelwert von 492 Punkten. Sie liegen damit im Bereich des gesamtösterreichischen Ergebnisses von 494 Punkten und geringfügig, aber signifikant unter dem OECD-Schnitt von 501 Punkten.
- Im OECD-Schnitt gibt es 18 % Risikoschüler/innen. In Österreich insgesamt befinden sich 21 % der Jugendlichen in der Naturwissenschafts-Risikogruppe, in Tirol umfasst die Naturwissenschafts-Risikogruppe in Tirol 23 %. Das bedeutet, dass in Tirol fast jeder vierte Jugendliche gefährdet ist, in Naturwissenschaft den Anschluss zu verpassen.
- Im OECD-Schnitt gehören 9 % der Schüler/innen zur Spitzengruppe. In Österreich insgesamt sowie in Tirol sind es 8 %.
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