Infoabend zur Lehrplatzsuche

Die Suche nach einer interessanten Lehrstelle ist nicht so leicht. Die AK Tirol hat beim Infoabend „Welcher Lehrplatz ist der richtige?“, welcher am 2. Februar 2010 in der AK Innsbruck stattgefunden hat, viele Eltern und Jugendliche rund um die Lehrplatzsuche informiert. Mit dabei: AK Tirol, AMS, BFI und Vertreterinnen und Vertreter der Lehrberufssparten Büro, Gastronomie und Hotellerie, Metall, Handel und Bau-/Baunebengewerbe.

Die Tipps für Lehrplatzsuchende:

  • Überblick über die Lehrberufe schaffen In Österreich gibt es 242 verschiedene Lehrberufe. In Tirol wird in 186 Lehrberufen ausgebildet. Es lohnt sich die Lehrberufsliste von A bis Z zu sichten, um einen Überblick zu bekommen, welche Berufsbilder im Rahmen einer Lehrausbildung erlernt werden können. Lehrberufsatlas (fmserver.braintrust.at)

  • Eignungen, eigene Interessen und Stärken herausfinden Leichter gesagt, als getan. Aber vielleicht können Schnuppertage, Beratungsgespräche, Berufsorientierungsangebote oder spezielle Internetplattformen weiterhelfen. Lehrlingskompass (www.berufskompass.at)

  • Detailinformationen über interessante Lehrberufe sammeln Beschaffe dir Detailinformationen zu den Lehrberufen: Wie schaut ein klassischer Berufsalltag aus?, Was lerne ich in diesem Beruf? Welche verwandten Lehrberufe gibt es? Wie hoch ist die Lehrlingsentschädigung? Es lohnt sich der Besuch von Berufsinformationszentren, das Sammeln von Infos über das Internet, wenn möglich auch Gespräche mit ausgelernten Fachkräften sowie Expertinnen und Experten.

  • Verschaffe dir Alternativen Es ist gut, wenn du weißt, was du willst. Jedoch versteif dich nicht zu sehr auf einen Lehrberuf. Es kann sein, dass es nur sehr wenige Lehrstellen in deinem gewünschten Beruf gibt. Versuche dich über ähnliche Berufsbilder zu informieren und überlege dir noch andere Lehrberufsmöglichkeiten.

  • Bewerbungsoffensive starten Es gibt verschiedenen Möglichkeiten: Stelleninserate, Blindbewerbung, Durchsuchen von Internetauftritten der Betriebe. Auch private Kanäle sollte man nutzen. Ideal sind auch Schnupperwochen, daraus sind schon die einen oder anderen Lehrverhältnisse entstanden. Wichtig ist, dass man sich beim AMS frühzeitig als lehrstellensuchend vormerken lassen soll – offene Stellen werden einem dann vom AMS zugesandt.

  • Lehrbetriebe unter die Lupe nehmen Es gibt Lehrbetriebe in welchen der Lehrling gut aufgehoben ist, aber auch solche, wo das nicht der Fall ist. Hier einige Punkte, was einen guten Lehrbetrieb ausmacht: Der Betrieb verfügt über einen schriftlichen Ausbildungsplan und weiß, wann, wo und bei wem du was lernen kannst. Du hast im Betrieb eine konkrete Ansprechperson, die mit dir fachliche aber auch persönliche Angelegenheiten bespricht. Ein guter Lehrbetrieb ist auch an deiner beruflichen Weiterentwicklung interessiert, führt Gespräche mit dir, hält regelmäßig Kontakt mit der zuständigen Berufsschule und lässt dich am gesamtbetrieblichen Geschehen teilhaben.

  • Weiterbildungsmöglichkeiten ausloten – Stichwort „Lehre und Matura“ Beim Modell „Lehre mit Matura“ können sich Lehrlinge schon während ihrer Lehrausbildung auf die Matura (Berufsreifeprüfung) vorbereiten. Die Zusatzqualifikation „Matura“ wird zurzeit für Lehrlinge kostenlos angeboten, da das Unterrichtsministerium die Gesamtausbildungskosten übernimmt. Das Programm „Lehre und Matura“ steht prinzipiell allen Lehrlingen offen. Ein Einstieg ist in jedem Lehrjahr möglich. Die Vorbereitung auf die Matura erfordert jedoch hohe Motivation und enormes Durchhaltevermögen von Seiten des Lehrlings. Es gibt die Möglichkeit, die Maturavorbereitung unabhängig vom Betrieb zu besuchen, oder mit Einwilligung des Betriebes diese in den Lehrvertrag zu integrieren. Nähere Infos erhalten Sie direkt beim BFI Tirol unter der Tel. 0512/59 6 60-257 und im Internet unter www.bfi-tirol.at.
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