AK Preisvergleich bei Kindersitzen – Stoffdesign macht´s oft teuer

Das Angebot an Kindersitzen ist groß. Die AK-Konsumentenschützer haben Modelle aller Gewichtsklassen verglichen und dabei Preisunterschiede von bis zu 28 Prozent festgestellt. Größtes Einsparungspotenzial: Beim Stoffdesign.

Die AK Tirol hat 17 Kinderautositze unter die Preislupe genommen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Modelle, die seitens der Autofahrerklubs und Konsumentenschützer auf ihre Qualität hin bereits überprüft worden sind und mit dem Testurteil „Sehr gut“ oder „Gut“ ausgezeichnet wurden. Durchgeführt wurde die Erhebung vom 27. Februar bis 22. März in Innsbruck: In diversen Geschäften, Autofahrerclubs, Möbelhäusern, Autozubehörgeschäften, einem Laden einer Spielzeugkette und in einem Fachgeschäft. Des Weiteren wurden fünf Versandhausangebote miteinbezogen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es neben den zusätzlichen Versandkosten keine Fachberatung gibt.

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Preisunterschiede bis 28 Prozent

Große Preisunterschiede gab es nicht nur bei den Modellen für die Kleinsten (Gruppe 0+, Geburt bis 13 kg, das ist ungefähr bis zum ersten Lebensjahr), sondern auch bei jenen für die Mittleren (Gruppe I, 9 bis 18 kg, etwa 1. bis 4. Lebensjahr) und bei den Großen (Gruppe II/III, 15 bis 36 kg, etwa von 3,5 bis 12 Jahren).

Große Unterschiede finden sich vor allem beim Modell Römer Baby Safe plus in der der Gruppe 0+. Der günstigste Preis liegt bei 125 Euro. Der höchste Preis dafür liegt bei 160 Euro, was einer Differenz von 28 Prozent bzw. 35 Euro entspricht.

In der Gruppe I gibt es beim Modell Römer King TS plus Unterschiede von 15,79 % (von 190 Euro bis 220 Euro), beim Modell Römer Duo plus Isofix sogar bis zu 17,18 Prozent (von 256 Euro bis 299,99 Euro).

Geld sparen lässt sich auch bei den Modellen Römer Kid plus 06, Römer VIP sowie beim Cybex Solution Plus in der Gruppe II/III. So liegt der günstigste Preis für den Römer Kid plus 06 bei 145 Euro, der teuerste bei 165 Euro (plus 13,79 Prozent). Beim Römer VIP liegt der niedrigste Preis bei 79,99 Euro, der teuerste bei 99,90 Euro (plus 24,89%). Beim Cybex Solution Plus liegt der niedrigste Preis bei 99,99 Euro, der höchste bei 119,95 Euro (plus 19,96 Prozent).

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Sicher von Anfang an

Das Angebot an Autokindersitzen ist vielfältig. Und wer die Wahl hat, hat die Qual. Kindersitze werden in den meisten Fällen über mehrere Jahre verwendet. Falsch verstandene Sparsamkeit auf Kosten der Sicherheit der Kleinen ist hier fehl am Platz. Die Qualität sollte beim Kauf eines Autokindersitzes absolute Priorität haben. Geld sparen lässt sich jedoch, wenn man nicht auf das neueste Stoffdesign zurückgreift. Zwar spielt die Qualität des Stoffes bei mehrjähriger Nutzung eine Rolle, nicht aber das Design.

Umfangreiche Informationen und kompetente Beratung sind unbedingt notwendig. Auf keinen Fall sollte man sich für den billigsten oder optisch anspruchvollsten Kindersitz entscheiden. Hat man sich nach ausführlicher Beratung für ein Modell entschieden, lässt sich sehr wohl durch Preisvergleiche Bares sparen.

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Achtung bei Gebrauchtkauf

Das Gesetz schreibt dem Lenker eines Kraftfahrzeuges vor, alle Kinder unter 14 Jahren bzw. bis zu einer Körpergröße von 150 cm mit geeigneten Kinderrückhaltesystemen zu sichern. Die Norm ECE R 44 legt die Mindestanforderungen für Kinderrückhaltesysteme in Europa fest. Auf diesem Prüfzeichen, das auf jedem Kindersitz zu finden sein muss, befinden sich alle Informationen, auf die bei der Sicherung der Kinder im Auto zu achten ist. Die derzeit aktuelle Normversion hat den Zusatz 03 oder 04 (also 44/03 od. 44/04). In Österreich dürfen nur noch Kindersitze verkauft werden, die dieser letztgültigen Version der Norm entsprechen. Darauf sollte man besonders beim Kauf eines gebrauchten Kindersitzes achten!

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Gewichtsklassen beachten

Weiters werden die Sitze in Gewichtsgruppen eingeteilt. Um Ihr Kind ordnungsgemäß und sicher im Auto zu transportieren, ist es sehr wichtig, einen Kindersitz der entsprechenden Gewichtsklasse zu verwenden. Bei Nichtbeachtung dieser Regelungen drohen empfindliche Strafen. In erster Linie sollten aber nicht die Strafandrohungen, sondern das Wohl und die Sicherheit der Kinder im Vordergrund stehen.

Das Verkehrsaufkommen ist erheblich, damit steigt gleichzeitig auch das Unfallrisiko. Kinder verbringen heute meist viel Zeit als Mitfahrer im (elterlichen) Pkw. Um die Kleinen effektiver vor möglichen Unfallfolgen zu schützen, ist es daher notwendig, den richtigen Kindersitz zu verwenden und diesen auch ordnungsgemäß zu montieren.

Sichern Sie Ihr Kind konsequent und richtig bei jeder Fahrt, auch wenn sie noch so kurz ist!

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Tipps der AK-Konsumentenschützer

  • Holen Sie sich alle nötigen Informationen ein (Infobroschüren, Internet, aktuelle Verbrauchertests) und lassen Sie sich im Geschäft ausführlich beraten.

  • Preisvergleiche lohnen sich – besonderes Einsparungspotenzial bieten die unterschiedlichen Stoffdesigns.

  • Auch der Fachhandel bietet gute Auswahlmöglichkeiten und Beratung ohne höhere Preise.

  • Achtung beim Kauf gebrauchter Kindersitze – auf einwandfreien Zustand und die aktuelle Norm ECE 44/03 bzw. 44/04 achten.