Schau auf deine Ausbildung

Um die betriebliche Ausbildung der Lehrlinge sicherzustellen hat das Wirtschaftsministerium für jeden Lehrberuf Ausbildungsvorschriften erlassen. Diese umfassen folgende Bestandteile und sind daher Grundlage für deine Ausbildung im Betrieb:

Berufsprofil:

kurze Auflistung der facheinschlägigen Tätigkeiten im Beruf

Berufsbild:

nach Lehrjahren gegliederte Auflistung sämtlicher im Betrieb zu vermittelnder Fertigkeiten und Kenntnisse des Lehrberufs.

Verhältniszahlen:

Angabe, wie viele facheinschlägige Personen je Lehrlinge im Betrieb beschäftigt sein müssen.

Prüfungsordnung:

Ablauf und Inhalt der Lehrabschlussprüfung.

In vielen Betrieben wird das Berufsbild nicht ausreichend vermittelt. Das kann entweder daran liegen, dass ein Lehrling immer nur in der gleichen Abteilung oder bei der gleichen Arbeitsgruppe eingeteilt wird oder daran, dass ein Betrieb aufgrund seiner Ausstattung oder der wirtschaftlichen Lage nicht in allen beruflichen Tätigkeiten aktiv ist. Dann wieder gibt es Betriebe, die zwar das ganze Berufsbild vermitteln können, die sich aber um die Überprüfung des Ausbildungsstandes ihrer Lehrlinge nicht kümmern. Schließlich geht es ja nicht nur darum, verschiedene berufliche Tätigkeiten durchzuführen, sondern diese auch zu wiederholen, im Gespräch mit Vorgesetzten und Kollegen zu reflektieren und so langfristig abzusichern. Gute Betriebe haben einen Ausbildungsplan, der den betrieblichen Einsatz der Lehrlinge regelt, führen regelmäßige Kontrollen des Ausbildungsstands ihrer Lehrlinge durch, bieten zusätzliche Schulungen und Hilfestellungen bei Problemen an, kümmern sich um die Weiterbildung der Lehrlingsausbilder, organisieren überbetriebliche Arbeitseinsätze, belohnen gute Ausbildungs- und Schulerfolge durch Prämien usw. usw.
Also schau auf deine Ausbildung!

Und wenn es Probleme gibt, wende dich an deine AK Jugendabteilung.

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