AK Konsumentenschützer geben Tipps, damit die Maturareise nicht zum Flop wird

Die Maturareise: Längst schon liebgewordene Tradition, um gemeinsam die bestandene Matura, das Ende der Schulzeit zu feiern und sich vom Stress zu erholen. „Aber vor dem Buchen sollte so einiges beachtet und vor allem der Vertrag genau unter die Lupe genommen werden“, rät AK-Präsident Erwin Zangerl den Schülerinnen und Schülern.

Maturareisen sind zum großen Geschäft von zahlreichen Reiseveranstaltern geworden – schon jetzt werden die Abschlussklassen von den Anbietern regelrecht überrollt. Die Konsumentenschützer der AK Tirol haben aufgrund zahlreicher Anfragen ein Merkblatt zum Thema Maturareisen erstellt.

Bereits im Herbst beginnen die Veranstalter für die heurigen Abschlussklassen Maturareisen anzubieten. Neben der Werbung in verschiedenen Medien kommen auch Vertreter der einzelnen Maturareiseveranstalter in die Abschlussklassen der Tiroler Schulen. Den Schülerinnen und Schülern wird mit tollen Prospekten und Videoaufnahmen Lust auf Party und Chillen gemacht.

Doch einige Veranstalter nehmen es mit dem Recht der Maturanten nicht immer ganz genau. Sie setzen die Schüler gern unter Zeitdruck, die Reisen sollen möglichst rasch gebucht werden, obwohl diese erst im kommenden Sommer stattfinden. Besser ist es, mit Ruhe die Buchung einer Maturareise anzugehen. Wie bei vielen anderen Verträgen lauern auch hier die Tücken im Detail. Die Konsumentenschützer der AK Tirol wissen aus der Praxis, worauf zu achten ist.

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Der Schein trügt

Die bunten Prospekte zeigen immer den tollsten Partyurlaub. Was dagegen nur wenig besprochen wird, sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Also vor der Buchung die AGBs einfordern und genau durchlesen. Oft versprechen die Veranstalter auch, den Maturaball finanziell zu unterstützen, wenn genügend Schüler eine Reise buchen. Dann kommt es leicht zu unüberlegten Vertragsabschlüssen.

Der Zeitdruck, auf den die Veranstalter immer wieder hinweisen, sollte auf keinen Fall zu einer voreiligen Buchung verleiten. Maturanten sollten zunächst immer abklären, ob sie zu dem Termin an dem die Reise stattfindet, auch wirklich Zeit haben. Schließlich empfiehlt es sich, mehrere Angebote einzuholen und vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis genau zu prüfen. Ein Blick auf die Ersparnisse schadet ebenfalls nicht: Immer sicher gehen, dass man sich die Maturareise auch leisten kann. Weiters sollte man auch die Preise von verschiedenen Anbietern vergleichen.

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Unbedingt versichern

Bevor man die Reise bucht, sollte man sich auch um eine Reiseversicherung kümmern. Aber Achtung: Eine Stornoversicherung deckt nur dann die Kosten, wenn der Grund für die Stornierung auch versichert ist. Meist fallen in diesen Versicherungsschutz nur plötzliche schwere Erkrankungen oder auch ein Nicht-Bestehen der Matura. Andere Fälle, wie etwa das Nichtbestehen der Abschlussklasse, sind unter Umständen nicht vom Versicherungsschutz erfasst.

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Buchung durch jeden einzelnen Schüler

Häufig kommt es auch vor, dass der Klassensprecher oder ein sonstiger von der Klassengemeinschaft Beauftragter die Buchungen für alle Schüler übernimmt. Dies kann für diesen Verantwortlichen allerdings schnell zum Problem werden. Denn er kann gegenüber dem Reiseveranstalter für Stornokosten oder Zahlung des Reisepreises von Mitschülern haften. Deshalb sollte man gleich zu Beginn mit dem Veranstalter klären, dass sowohl für die Anzahlung als auch die Restzahlung Zahlscheine für jeden einzelnen Schüler vergeben werden.

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Umbuchungen und Co.

Immer wieder kommt es vor, dass Veranstalter einseitige Leistungsänderungen oder Umbuchungen vornehmen, z.B. wenn die Schüler anstatt in der beworbenen Clubanlage in einem kleineren Hotel oder in einem anderen Ort untergebracht werden. Das müssen die Maturanten jedoch in der Regel nicht akzeptieren sondern können die Einhaltung des Vertrages einfordern oder ansonsten kostenlos den Vertrag auflösen.