AK Präsident Erwin Zangerl: Notfall-Patienten müssen dem Land gleich viel wert sein wie Tiere!
-
|
Mehr
Skandalös: Während Tierbergungen mit dem Hubschrauber vom Land bezahlt werden, müssen Tiroler Notfall-Patienten tausende Euro für den Lufttransport zahlen. Das ist für viele Betroffene existenzbedrohend. AK-Präsident Erwin Zangerl: „Jetzt reichts! Menschen werden dem Land wohl gleich viel wert sein wie Tiere. Wir verlangen, dass das Land aus Mitteln des Katastrophenfonds diese Notfall-Transporte abdeckt, wie dies für verletzte Tiere oder für Kadaver gemacht wird.“
Immer wieder wenden sich verzweifelte Patienten und ihre Angehörigen an die AK Tirol mit Anfragen und Beschwerden zu den verrechneten Kosten bei Hubschraubereinsätzen in Notfällen.
AK Präsident Zangerl: „Alle betroffenen Patienten, die über keine private Unfallversicherung oder Kostendeckung über eine andere Vereinigung verfügen, sind im Falle von notwendigen Hubschrauberbergungen mit Forderungen in der Höhe von durchschnittlich 4.000 bis 6.000 Euro und mehr konfrontiert. Solche unerwarteten Forderungen sind für viele Betroffene existenzbedrohend und führten in der Vergangenheit sogar dazu, dass auch in einem akuten und lebensbedrohenden Notfall lieber der Hausarzt angerufen wird, als dass der vielleicht lebensrettende aber unter Umständen sehr teure Notruf gewählt wird.“
Zangerl: „Das kann es wohl nicht sein. Wenn der Lufttransport bei Tierunfällen aus dem Katastrophenfonds finanziert wird, ist es das Mindeste, dass diese Regelung auch bei betroffenen Menschen angewendet wird.“
Bei Hubschrauberbergungen für Tiere wird offenbar über die Landeswarnzentrale der Billigstbieter (innerhalb einer Stunde) angefordert und die Rechnung kann bei der Landwirtschaftskammer eingereicht werden. Diese fördert im Auftrag des Landes Tirol den Hubschrauberflug und der Betroffene hat lediglich einen Selbstbehalt in Höhe von 220 Euro zu bezahlen. Den Rest übernimmt das Land Tirol, egal wie teuer der Flug war.
Zangerl: „Der Gesundheitslandesrat ist aufgerufen, diese schreiende Ungerechtigkeit endlich zu beseitigen, statt sich auf eine längst überfällige Ausschreibung der Flugrettung zu berufen, die noch Monate bzw. Jahre dauern kann.“
-
|
Mehr

