VVT erhöht Ticketpreise mit 1. Februar empfindlich!

Auch im Jahr 2010 gibt es für Tirols Pendler mit 1. Februar eine Erhöhung der Tarife bei Bus und Bahn. Monats- und Jahreskarten des VVT werden je nach Anzahl der Zonen bis zu 5 % teurer, das Einzelticket kostet neu 1,80 Euro und somit 10 Cent mehr als bisher. Die größte Preissteigerung gibt es allerdings bei den Regio-Tickets: Hier werden die Tarife um unglaubliche 20 % angehoben!

AK-Präsident Erwin Zangerl spricht sich vehement gegen diese überdurchschnittlichen Preissteigerungen aus. „Der Anstieg liegt mit 3 bis 5 % deutlich über der Inflationsrate und kann durch gestiegene Energiepreise in keiner Weise erklärt werden. Seit der letzten Erhöhung am 1. Februar 2009 ist das Preisniveau bei Treibstoffen konstant geblieben. Dieser Preisüberfall ist zutiefst unsozial gegenüber tausenden Tiroler Pendlerinnen und Pendlern.“

Völlig unverständlich ist der außerordentliche Preiszuwachs bei Regio-Tickets um unglaubliche 20 %. Diese extreme Erhöhung ist in keiner Weise begründbar und bedeutet, dass diese Art des Tickets für Pendler völlig unattraktiv wird.

„Besonders befremdlich ist auch die Vorgangswiese“, so Zangerl. „Stillschweigend werden neue Tarife ab den 1. Februar 2010 festgesetzt, ein offizielles Tarifblatt ist dato noch nicht verfügbar. Auch die AK erfuhr von der Preiserhöhung erst durch Pendler, deren Jahreskarte mit Ende des Monats ausläuft. In der Verständigung des VVT sind nämlich bereits die erhöhten Ticketpreise angegeben, worüber sich die Pendler zu Recht beschwerten.“

Gerade in Hinblick auf die zahlreichen Veränderungen im öffentlichen Verkehr mit dem Fahrplanwechsel vor einem Monat ist diese plötzliche Fahrpreiserhöhung befremdlich. Anstatt den positiven Impuls, den die Fahrplanverbesserungen für viele Kunden bewirkt haben, fortzuführen und neue Fahrgäste im öffentlichen Verkehr zu gewinnen, werden viele mit dieser Fahrpreiserhöhung neuerlich abgeschreckt.

Skandalös ist diese Preiserhöhung für jene Pendler, bei denen sich das Angebot oder die Qualität des öffentlichen Verkehrs mit Fahrplanwechsel im Dezember 2009 verschlechtert hat. Dies sind beispielsweise Pendler aus Kufstein, die nun häufiger auf Regionalexpresse nützen müssen, wodurch sich die Fahrzeit nach Innsbruck um 15 Minuten erhöht, oder Pendler aus Rietz, Mötz und Haiming, wo deutlich weniger Züge stehen bleiben.

Die AK Tirol fordert daher die Rücknahme der Erhöhungen oder eine Ausweitung der PendlerInnenförderung auf alle Jahreskartenbesitzer Tirols.

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