Weiterbildungsakademie (WBA)

Was ist die Weiterbildungsakademie (WBA)?

Die WBA ist ein Anerkennungs- und Zertifizierungsverfahren und Teil eines kooperativen Systems der österreichischen Erwachsenenbildung.

Der Träger der WBA ist das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl. Finanziert wird die WBA aus Mitteln des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sowie dem Europäischem Sozialfonds. Die Weiterbildungsakademie (WBA) ist für Personen in der Erwachsenenbildung im Bereich Bildungsmanagement, Training, Beratung und Bibliothekswesen gedacht. Vorausgesetzt werden vor allem Praxiserfahrungen im Erwachsenenbildungsbereich. Bezüglich vorhergehendem Bildungsweg sind keine Matura und kein Studium erforderlich. Die WBA ist ebenso für Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (z.B. Lehrabschluss) oder einem über das Pflichtschulniveau hinausgehendem Schulabschluss (AHS, BHS, BMS) gedacht.

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Wie funktioniert das Anerkennungs- und Zertifizierungsverfahren?

Die Weiterbildungsakademie eröffnet erfahrenen Erwachsenenbildnerinnen und Erwachsenenbildnern die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und erworbenen Kompetenzen entlang eines entwickelten Curriculums anerkennen zu lassen und diese zu einem Abschluss zu bündeln. Das entwickelte Curriculum orientiert sich an einem erarbeiteten Kompetenzprofil. Das Curriculum ist im Basisteil für alle gleich aufgebaut. Im aufbauenden Teil stellt das Curriculum spezielle Richtungen für vier unterschiedliche Zielgruppen (Lehrende, Bildungsmanagerinnen und Bildungsmanager, Beraterinnen und Berater und Bibliothekarinnen und Bibliothekare) dar. Die geforderten Kompetenzen können durch Zeugnisse, Teilnahmebestätigungen, Zertifikate oder Äquivalente nachgewiesen werden.

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Struktur der WBA

Die WBA gibt es in zwei Stufen: Die erste Stufe führt zum Abschluss „zertifizierten Erwachsenenbildnerin/zertifiziertem Erwachsenenbildner". Hier muss nachgewiesen werden, dass man in sieben Kompetenzen (z.B. bildungstheoretische Kompetenz, didaktische oder personale Kompetenz) entsprechende Erfahrungen gemacht hat. Im Rahmen einer Zertifizierungswerktstatt, welche 3 Tage dauert, werden schlussendlich diese Kompetenzen überprüft. Mit dem positivem Durchlaufen der Zertifizierungswerkstatt wird den Teilnehmern das erste Zertifikat überreicht.
Die zweite Stufe beinhaltet einen Aufbauteil mit Schwerpunktsetzungen und kann im Anschluss an das erste Zertifikat gemacht werden. Die zweite Stufe führt zum Zertifikat „diplomierter Erwachsenenbildnerin/diplomierter Erwachsenenbildner“.

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Erlangung des Zertifikates - was ist zu tun?

Vor der Anmeldung für das wba-Zertifikat wird eine Standortbestimmung durchgeführt. Die Anmeldung zur Standortbestimmung erfolgt online auf der Website der Weiterbildungsakademie. Mittels der Standortbestimmung wird überprüft, welche Bereiche im Curriculum durch Nachweise bereits abgedeckt sind. Über die Anerkennung von Nachweisen entscheidet letztlich der Akkreditierungsrat der Weiterbildungsakademie. Das Ergebnis der Standortbestimmung geht jeder einreichenden Person schriftlich zu und gibt der Personen einen Anhaltspunkt darüber, wo sie im Zertifizierungs- und Anerkennungsverfahren steht.

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Wie lange dauert der Weg durch die WBA?

Die Dauer hängt davon ab, wie viele Kompetenzen bereits nachgewiesen werden können. Verpflichtend ist für jede Studierende und jeden Studierenden der Besuch der Zertifizierungswerkstatt. Wie lange Sie benötigen, um sich die noch fehlenden Kompetenzen anzueignen, hängt von Ihrem persönlichen Zeitbudget und Ihrem Lebensplan ab.

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Kosten und Leistungen der WBA

Standortbestimmung: € 130; Abschluss Zertifizierter Erwachsenenbildner: € 650, Abschluss Diplomierter Erwachsenenbildner: € 320; Hinsichtlich einer Förderung sind die bundesländerspezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen.

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