Ökonomie und Demokratie - Wer trägt die Kosten der Krise? Hochkarätig besetzte Abschlussveranstaltung in der AK Tirol am 19. Juni, 19 Uhr
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Unter dem Titel „Ökonomie und Demokratie – Wer trägt die Kosten der Krise?“ findet am 19. Juni um 19 Uhr in der AK Tirol eine hochkarätig besetzte Veranstaltung statt. Dabei diskutieren Alexandra Föderl-Schmid (Der Standard), Bettina Haidinger (FORBA), Stephan Schulmeister (WIFO) und Yves Wegelin (WOZ, Zürich). Eine gemeinsame Veranstaltung von AK, ÖGB, AMS und der Uni Innsbruck.
Im Rahmen der Inforeihe „Unternehmerisch und erschöpft“ von AK, ÖGB, AMS Tirol sowie dem Büro für Gleichstellung und Gender Studies/Universität Innsbruck findet am 19. Juni ab 19 Uhr in der AK Innsbruck, Maximilianstr. 7 die letzte hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt. „Ökonomie und Demokratie – wer trägt die Kosten der Krise?“ mit Alexandra Föderl-Schmid (Der Standard), Bettina Haidinger (FORBA), Stephan Schulmeister (WIFO) und Yves Wegelin (WOZ, Zürich). Anmelden: johann.ofner@ak-tirol.com oder 0800/22 55 22 - 1441.
Seit einigen Jahren erleben wir einen massiven Umbruch von Arbeit und Gesellschaft, der mit Stichworten wie Globalisierung, Prekarisierung und mit wachsender sozialer Ungleichheit, Armut, Individualisierung und Entsolidarisierung umschrieben wird. Steigende Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse gehen nicht nur mit einer Entsicherung in Bezug auf die Existenzsicherung einher, sie bringen auch die Stabilität sozialer Beziehungen in Gefahr. Mit einer brüchiger werdenden sozialen Integration und zunehmender Entsolidarisierung, erhöht sich aber auch die Verwundbarkeit der Menschen in kapitalistischen Gesellschaften.
Mit der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008/09 und dem aktuellen Umgang mit der Schulden- bzw. Bankenkrise auf nationaler als auch auf europäischer Ebene steht zu befürchten, dass diesen Tendenzen wenig entgegengesetzt wird. Im Gegenteil: Die nun in ganz Europa geschnürten Sparpakete setzen wieder auf altbewährte, wenn auch wenig erfolgreiche, Konzepte. Gespart wird einmal mehr überwiegend ausgabenseitig, bei sozial Schwachen und dort, wo wenig Gegenwehr zu erwarten ist. Keynesianische Strategien gegen die Krise kommen – obwohl sie von einer Reihe von anerkannten ÖkonomInnen als Ausweg aus der Krise immer lauter eingefordert werden – kaum zum Tragen.
Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das politische System und die politischen Eliten. Collin Crouch weist in seinem Buch „Postdemokratie“ bereits Anfang der 2000er Jahre auf Tendenzen hin, die die Demokratie gefährden. In einer abschließenden Podiumsdiskussion soll versucht werden einen großen Bogen zu spannen von ökonomischen Entwicklungen, deren Auswirkungen auf die Menschen, die Gesellschaft und den Zustand demokratischer Systeme. Neben einer Analyse gegenwärtiger Entwicklungen soll es aber auch um Alternativen zum neoliberalen Politikverständnis gehen.
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