AK-Präsident Zangerl: „Ganztägiges Schulangebot rasch ausbauen, aber richtig!“
„Die Ergebnisse der Elternbefragung zu ganztägigen Schulangeboten zeigen neuerlich den großen Bedarf an Ganztagsschulen“, sagt AK-Präsident Erwin Zangerl. Die heute präsentierten Ergebnisse zeigen, dass 230.000 zusätzliche Plätze an Schulen mit ganztägigem Angebot fehlen. Eine AK-Studie hat vor einiger Zeit festgestellt, dass nur drei von zehn Kindern von Vollzeit-Berufstätigen durchgängig einen Platz in Schule oder Hort haben. „Das ist sowohl für Eltern als auch Kinder ein großes Problem und erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie enorm“, betont Zangerl.
Die lückenhafte Nachmittagsbetreuung in Österreich führt dazu, dass jedes zehnte schulpflichtige Kind am Nachmittag komplett unbetreut ist, „Kein Kind soll auf er Strecke bleiben, weil es keine Betreuung gibt. Es ist daher höchst an der Zeit, das Angebot an Ganztagsschulen auszubauen und die Qualität bei den Förder- und Freizeitangeboten in den bestehenden Einrichtungen zu verbessern.“
„Schon in ihren Vorschlägen an den Tiroler Landtag und die Tiroler Landesregierung hat die AK Tirol einen „zügigen Ausbau eines flächendeckenden Angebotes an ganztägigen Schulen und den Abbau bestehender Hindernisse gefordert“, erinnert AK-Präsident Erwin Zangerl. „Die großangelegte Elternbefragung bestätigt unsere Forderungen vollinhaltlich“:
Auf die Frage „Wenn es an der Schule Ihres Kindes ein ganztägiges Schulangebot gäbe, das auch Hausaufgaben machen, Lernhilfe und Förderangebote, Kreativ-Kurse, Sport- und Freizeitaktivitäten umfasst - würden Sie das für Ihr Kind nutzen?" antworteten in Tirol:
- 29 % „Ja, sicher“
- 28 % „Ja, eher schon“ und nur
- 2 % mit: „trifft schon jetzt auf mein Kind zu“.
Zangerl: „Man muss sich dieses Missverhältnis vorstellen: 57 % würden so ein Angebot nutzen und nur 2% sagen, dass so etwas schon jetzt an ihrer Schule geboten wird!“
Beim Ausbau von Ganztagsschulen ist zwar die Schule selbst vorrangig gefragt und die Zustimmung der Lehrer hält sich in Grenzen, weil auch die Bezahlung im Grunde unzumutbar ist. „Halbwertige" Stunden, das heißt zwei Stunden arbeiten aber nur eine Stunde bezahlt bekommen. Auch die Gemeinden selbst sind als Erhalter vieler Volks- und Hauptschulen an der Reihe, aktiver als bisher sich der Sache anzunehmen“, so Zangerl.
-
|
Mehr
Presse

