Zangerl: Tirol hat nur eine Zukunft, die ist gemeinsam!
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Memorandum. Der Forderungskatalog der AK für mehr Chancengleichheit der Arbeitnehmer in Tirol wurde dem Land übergeben.
„Es ist in den letzten Monaten auf unser Betreiben einiges Positives im Land im Sinne der Beschäftigten und ihrer Familie umgesetzt worden. Dennoch gibt es für die gemeinsame Zukunft im Land wichtige Forderungen und Vorschläge im Sinne der Arbeitnehmer und ihrer Familien“, so Zangerl. „Denn Tirol hat nur eine Zukunft, die ist gemeinsam!“ Das sind die Vorschläge für die Zukunft des Landes:
Beschäftigungsoffensive
Die wichtigsten Anliegen der Tiroler Arbeitnehmer sind ein sicherer Arbeitsplatz und die Schaffung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten für die Jungen. Der Verlust der Arbeit wird als größte Sorge angesehen. Die Landespolitik ist daher gefordert, alles zu unternehmen, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.
Vorrang für Vollarbeitsplätze
Jeder zweite Tiroler Beschäftigte arbeitet bereits nicht mehr ganzjährig und ganztägig. Der Trend zu immer mehr atypischen Arbeitsverhältnissen muss gestoppt werden. Die Vergabe von Förderungsmitteln des Landes sollte an die Schaffung von nachhaltigen Vollarbeitsplätzen gekoppelt sein. Insbesondere die öffentliche Hand sollte mit gutem Beispiel voran gehen und ältere Arbeitnehmer verstärkt beschäftigen sowie mehr Ausbildungsplätze für junge Menschen anbieten.
Bildung wie Arbeit abgelten
Die Forderung nach Weiterbildung für Arbeitnehmer geht vielfach in Leere. Zu groß sind die Hürden für berufstätige Menschen - Arbeitszeit, Härte der Beschäftigung, Familienleben und Einkommenssituation. 11.000 jüngere Tiroler haben keinen Hauptschulabschluss! Die AK Tirol wird sich noch stärker für gleiche Zugangschancen zur Bildung für alle einsetzen. Die AK Tirol regt auch neue Modelle an, damit berufliche Weiterbildung wie Arbeit abgegolten werden kann.
Mehr Wirtschaftskraft in Regionen
Strukturschwache Bereiche, vor allem Täler und Bezirke im Oberland und Osttirol, müssen neue Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Gemeinsam mit dem Land und den Sozialpartnern sollen regionale Entwicklungspläne und Betriebsansiedelungskonzepte erstellt werden.
Null-Tarif bei Kinderbetreuung
Angesichts niedrigster Einkommen und höchster Lebenshaltungskosten in Tirol geraten immer mehr Familien in finanzielle Bedrängnis. Mit flächendeckender Kinderbetreuung, einheitlichen Öffnungs- und Ferienzeiten, Nulltarif im vorschulischen Bereich sowie bei der schulischen Nachmittagsbetreuung will die AK Tirol wesentliche Erleichterungen für Familien erreichen.
Kampf gegen Armut
Vorgeschlagen wird ein Tiroler Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Weiters eine Sozialverträglichkeitsprüfung für alle gesetzlichen und förderungspolitischen Maßnahmen. Die Einführung von Sozial-Tarifen bei Öffentlichen Verkehrsmitteln ist ebenfalls eine wirksame soziale Maßnahme.
Leistbares Wohnen
Bei den niedrigsten Familieneinkommen und höchsten Lebenshaltungskosten in Tirol wird die AK Tirol dafür Sorge tragen, dass der soziale Wohnbau massiv verstärkt wird. Wohn- und Mietzinsbeihilfe müssen vereinheitlicht werden. Außerdem sollen in allen Gemeinden die gleichen Anspruchsberechtigungen und Beihilfenhöhen gelten. Auch Betriebskosten sind dabei einzubeziehen.
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