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Kostenfallen beim Handy-Telefonieren


Achtung in Grenznähe

Auch Handybesitzer, die sich ausschließlich auf österreichischem Territorium bewegen, können Roaminggebühren vorgeschrieben erhalten.

Handys, die auf „automatische Netzwahl“ eingestellt sind, suchen sich immer das Netz mit der größten Feldstärke. So auch in Grenznähe: Wer Pech hat, verlässt das Netz seines österreichischen Betreibers und bucht sich beim nächsten Anruf in ein ausländisches Gastnetz ein. Verrechnet wird dem Grenzgänger der Gastauslandstarif des ausländischen Betreibers samt den Roamingaufschlägen seines eigenen Betreibers.

Unterschied zwischen automatischer und manueller Netzwahl

Beim automatischen Einbuchen sucht Ihr Mobiltelefon selbstständig nach einem vorhandenen Netz. Am Display wird die erfolgreiche automatische Einbuchung bestätigt. Bedenken Sie aber, dass das stärkste Netz an Ihrem Standort nicht auch das Kostengünstigste sein muss.

Überlassen Sie es lieber nicht dem Zufall, in welches Netz sich Ihr Handy einbucht. Falls es in ihrem Reiseland mehrere Netze gibt oder Sie sich im Grenzbereich zu verschiedenen Ländern aufhalten, können Sie am Handy festlegen, welcher Funkversorgung Sie den Vorzug geben.

Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Netzbetreiber, welcher Anbieter der Kostengünstigste ist. Achtung: Währungsschwankungen können zu unvermuteten Preisschwankungen führen.

Die Vorgangsweise der manuellen Netzwahl entnehmen Sie der Bedienungsanleitung Ihres Mobiltelefons, da dieser Vorgang nicht bei allen Geräten gleich funktioniert.

Mailbox im Ausland: das kann teuer werden

Im Ausland spielt die Unterscheidung zwischen ständiger und fallweiser Rufumleitung zur Mailbox eine große Rolle. Die ständige Rufumleitung führt sämtliche Anrufe direkt auf ihren Anrufbeantworter, ohne dass Ihr Handy klingelt.

Bei der fallweisen Rufumleitung hingegen – also etwa bei Abbrechen der Funkverbindung, im Besetztfall oder wenn Sie den Anruf nicht entgegennehmen – kostet Sie ein solcher Anruf gleich doppelt. Nämlich den Tarif für ein ankommendes Gespräch im Ausland und den Preis für ein Gespräch nach Österreich für die Umleitung zur Mailbox.

Denn: Ihr Betreiber muss den Anruf erst zu Ihrem Auslandsstandort weiterleiten, um zu prüfen, ob Sie das Gespräch entgegennehmen. Falls Sie das Gespräch nicht annehmen, fällt eine weitere Gesprächsverbindung von Ihrem Standort zum Anrufbeantworter im österreichischen Netz an. Tipp: Schalten Sie Ihre Mailbox im Urlaub ganz aus.

Handy weg – was nun

Sie haben Ihr Handy verloren oder es ist Ihnen gar gestohlen worden? Lassen Sie unverzüglich den Anschluss von Ihrem Betreiber sperren. Beharren Sie darauf, dass man Ihnen die Sperre auch schriftlich bestätigt.

Angesichts der Vielzahl an Kundenkontakten kann Ihr Anbringen unter Umständen leicht verloren gehen. Sie haften nämlich auch für Gesprächskosten, die durch einen unbefugten Gebrauch Ihres Handys zustandekommen.
Vielfach verlangen die Anbieter auch die schriftliche Bestätigung einer polizeilichen Diebstahls- bzw Verlustmeldung.

Vorsicht bei Haustürgeschäften

Vermittlungsfirmen werben für Telefongesellschaften via Haustürgeschäft Kunden an.

Konsumentenberichten zufolge versprechen die Vertreter die allergünstigsten Tarife. Diese Zusagen erweisen sich im seltensten Fall als richtig. Schließen Sie daher ohne vorherigen Vergleich mit Konkurrenzangeboten keinen Vertrag ab.

Auch fürs Festnetz wird übrigens vor Ort geworben: Einige Konsumenten berichteten, dass sich Keiler als Mitarbeiter der Telekom Austria ausgegeben hätten und einen Wechsel zu einem günstigeren Tarifmodell vorgeschlagen hätten (tatsächlich kam ein neuer Vertrag mit einem anderen Betreiber zustande). Die Telekom Austria ist für weitere Hinweise, die auf ein betrügerisches Vorgehen schließen lassen, dankbar.

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