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10.05.2006
Situation in Österreich

Die Möglichkeit einer Bildungskarenz wird nicht nur in Tirol in sehr geringem Ausmaß genützt. Von den insgesamt rund 3,2 Millionen unselbstständig Beschäftigten bundesweit waren im Jahr 2005 mit 1.017 Personen nur 0,3 Promille in Bildungskarenz. Davon wiederum nahmen Frauen mit 644 diese Möglichkeit fast doppelt so häufig in Anspruch wie Männer (373), wie aus den jüngsten Zahlen des Arbeitsmarktservice hervorgeht.

Die Bildungskarenz gibt es seit 1998. Damals war sie lediglich von 525 Personen in Anspruch genommen worden. Schon ein Jahr später stieg die Zahl auf 2.394 und erreichte im Jahr 2000 mit 4.700 den Höchstwert. Es hatte sich relativ schnell herumgesprochen, dass man im Anschluss an den Karenzgeldbezug zwar kein Arbeitslosengeld erhält, aber bei entsprechender Vereinbarung mit dem Arbeitgeber eine Bildungskarenz bekommt. Von den 4.700 Beziehern waren 4.410 Frauen und nur 290 Männer.

Als Folge wurde mit Oktober 2000 beschlossen, dass zwischen dem Bezug von Karenzgeld und Bildungskarenzgeld 26 Wochen Beschäftigung liegen müssen. Was dazu führte, dass 2001 die Zahl der Bildungskarenzgeld-Bezieher auf 849 absackte, 2002 kurzfristig auf 1.038 stieg, sich 2003 ein wenig auf 1.064 erhöhte und 2004 mit 1.536 eine weitere Anhebung erfuhr. Dies führte mit Beginn 2005 zu einer neuerlichen Änderung - beim Bezug von Bildungskarenz müssen 16 Wochenstunden einer Bildungsmaßnahme besucht werden. Daraufhin sank im Vorjahr die Zahl auf 1.017.

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 Download 
Endbericht der Studie (192 KB)
Studie zur Bildungskarenz (36 KB)
Forderungen der AK Tirol (27 KB)


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