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AK Tirol: Mieter sein in Tirol sprengt die Grenzen finanzieller Belastbarkeit!  

07.09.2006
Mieten verringern Kaufkraft

Das Leben in Tirol ist im Vergleich zum Rest Österreichs mit am teuersten, der Tiroler Arbeitnehmer verdient aber im Mittel inklusive aller Sonderzahlungen lediglich € 1.887,-- brutto und liegt damit nur im unteren Drittel. Das Geld, das fürs Wohnen draufgeht, fehlt natürlich beim Konsum.

Sparen, sparen, sparen - denn soziales Wohnen ist selten

Fraglich bleibt unter diesen Bedingungen, wie junge Familien es schaffen sollen, Fuß zu fassen. Sozialwohnungen sind Mangelware.

Immerhin warten 2.300 Menschen in Innsbruck auf erschwingliche und geförderte Wohnungen, die von einer gemeinnützigen Bauvereinigung gebaut werden sollten. Aber es fehlt an leistbaren Grundstücken. Heuer kann z.B. keine einzige neue Sozialwohnung mehr übergeben werden.

Der 1994 eingeführte Richtwertmietzins ist ein zahnloses Instrument, das zur Entspannung der Situation keinen Beitrag leistet.

Zum einen ist seine Berechnung dermaßen kompliziert und undurchschaubar, dass auch jemand mit entsprechender Vorbildung kaum vorhersehen kann, welchen Mietzins ein Gericht im Ernstfall als zulässig ansieht. Um für Mieter endlich den ersehnten Nutzen einer wirksamen Begrenzung der Miethöhen zu bringen, muss sich der richtige Mietzins „auf einem Bierdeckel ausrechnen lassen“.

Zum anderen ist die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit einer Mietzinsüberprüfung – durch die jüngste Novelle ohnehin eingeschränkt – in Tirol gerade wegen der mangelnden Vorhersehbarkeit des Verfahrensausganges kaum praxisrelevant.

Deshalb: Neue Regelungen über die Mietzinsbildung müssen die Berechnung transparent und nachvollziehbar machen. Sowohl Mieter als auch Vermieter müssen in die Lage versetzt werden, den zulässigen Mietzins selbst einfach zu berechnen. Dies könnte beispielsweise durch einen überschaubaren Katalog von fixen Zu- und Abschlägen erfolgen.

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Forderungen der AK Tirol für leistbares Wohnen


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