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Podiumsdiskussion: Förderungs- statt Leistungsgruppen
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| 02.11.2006 |
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Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder, Leiter des Fachbereiches Erziehungswissenschaft und Kultursoziologie an der Universität Salzburg
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Prof. Dr. Ferdinand Eder führte mit seinem Impulsreferat in die Thematik „Leistungsgruppen in den Hauptschulen“ ein und zeigte unterschiedliche Schwachstellen im Leistungsgruppensystem der Hauptschulen auf. Ein wesentliches Problem, das Prof. Dr. Ferdinand Eder im Zusammenhang mit den Leistungsgruppen sieht, ist die Überschneidung der Leistungen zwischen den einzelnen Leistungsgruppen. Aufgrund der unterschiedlichen Zuordnungspraxis und den Beurteilungs-maßstäben an Schulen kommt es bei Schüler/innen mit gleichem Leistungsniveau oft zu verschiedensten Leistungsgruppenzuteilungen. Es gibt Hauptschulen, die in der zweiten Leistungsgruppe einen höheren Leistungsdurchschnitt als in AHS-Klassen aufweisen. Diese unterschiedliche Zuordnung stellt eine erhebliche Verletzung der Chancengleichheit dar, denn sie kann für den weiteren schulischen und beruflichen Weg richtungweisend sein.
Weiters berichtete Prof. Dr. Ferdinand Eder über die von E. Rothschedl im Jahre 1987 durchgeführte Studie, in der eine hohe Korrelation zwischen sozialer Diskriminierung und schlechter Schulleistung bzw. niedriger Leistungsgruppenzugehörigkeit festgestellt wurde. Daraus lässt sich schließen, dass vor allem schwache Schüler/innen mit sozialer Diskriminierung konfrontiert sind.
Eine weitere Untersuchung, die von der Universität Salzburg durchgeführt wurde, konnte belegen, dass bei intelligenzgleichen Schüler/innen der Verbleib in unterschiedlichen Leistungsgruppen zu unterschiedlichen Leistungen führt. Gleich intelligente Schüler/innen lernen umso mehr, je höher sie in die Leistungsgruppen eingestuft werden.
Prof. Dr. Ferdinand Eder sieht aufgrund dieser empirischen Ergebnisse pädagogischen Handlungsbedarf. |
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