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AK-Präsident Dinkhauser: „Kündbarkeit von Lehrverhältnissen setzt falsche Signale!“
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| 22.01.2007 |
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AK-Dinkhauser: Das kann nicht die Antwort auf den Facharbeitermangel sein, Jugendliche nach Belieben aus dem Ausbildungsprogramm zu entsorgen. Es muss vielmehr darum gehen, durch Steigerung der Attraktivität der Lehrlingsausbildung starke und leistungsfähige junge Leute in den Betrieben zu gewinnen und parallel die Schwächeren zu fördern. Dafür wäre auch öffentliches Geld bereitzustellen. Etwa jene Mittel, die das Koalitionsübereinkommen auch in weiterer Zukunft als „Blum-Bonus“ gießkannenmäßig an die Lehrbetriebe ausschüttet.
Ohnehin scheint die geplante Regelung wenig durchdacht. Das Auffangnetz für gekündigte Lehrlinge etwa wurde noch nicht im Ansatz entworfen. Für welche Berufe soll dies gelten, wo sollen Bildungsmaßnahmen stattfinden, wie sind diese finanziert und und, und?
Die im bestehenden Berufsausbildungsrecht vorgesehenen Möglichkeiten zur Trennung von Lehrling und Lehrbetrieb sind absolut ausreichend. Schon jetzt werden mehr als 15 Prozent aller Lehrverhältnisse pro Jahr gelöst. Schon jetzt können immerhin drei Monate lang während der Probezeit ungeeignete Lehrlinge ausgesiebt werden. Und schon jetzt wurde die im Berufsausbildungsgesetz extra eingerichtete Schiedsstelle zur einvernehmlichen Beratung bei Ausbildungsproblemen nicht ein einziges Mal angerufen. |
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