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AK Tirol: Fair-Play-Modell zum Schutz der Mitarbeiter und der heimischen Bauwirtschaft
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| 26.07.2007 |
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Den Letzten beißen die Hunde
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Der Preisdruck in der Bauwirtschaft wird „Stufe für Stufe“ nach unten weitergeben: Den Letzten beißen die Hunde. Eine wesentliche Ursache für diese Zustände ist der Preisdruck in der Bauwirtschaft. Legt ein Generalunternehmer im Zuge der Ausschreibung ein Angebot an den Bauherrn, weiß er zu einem großen Teil noch gar nicht, welche Subunternehmer mit der künftigen Bauausführung beauftragt werden. Je billiger der Subunternehmer arbeitet, desto höher ist der Gewinn des Generalunternehmers. Gleiches gilt für den Subunternehmer, der seinerseits für die Auftragsabwicklung ein weiteres Subunternehmen einschaltet usw. usw. Jeder Subunternehmer muss aber immer billiger sein als das vorhergehende Glied in der Subauftragskette und jeder erwirtschaftet seinen Gewinn auch durch die billigere Auftragsvergabe an seinen „Sub“. Ob sein „Sub“ dann den Auftrag legal oder nur noch mit illegalen Methoden erfüllen kann, spielt keine Rolle mehr. Diese Vorgehensweise erinnert an die bekannten „Pyramidenspiele“ und die steigende Anzahl von Konkursen in der Baubranche bekräftigt dieses Bild.
In dieses ohnehin schon komplexe System kommen dann noch die „Leiharbeitsfirmen“ dazu. Denn die Aufträge werden oftmals nicht durch eigenes Personal, sondern zu einem beträchtlichen Teil durch „Leiharbeitnehmer“ erfüllt. Die am Bau zu verrichtenden Arbeiten sind aber häufig die gleichen, sodass immer wieder Fälle vorkommen, in denen der einzelne Arbeitnehmer gar nicht weiß, bei welcher Firma er an einen bestimmten Tag eigentlich wirklich tätig ist. Und auch für die Kontrollbehörden ist es oftmals nicht möglich festzustellen, wer gerade jetzt in welchem Auftragsverhältnis an einer bestimmten Baustelle tätig wird. |
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