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Halbzeitbilanz „Tiroler auf der Walz“: Berufstätige schnuppern im Ausland  

05.09.2007
Ein Auslandspraktikum bringt natürlich auch die Verbesserung der Fremdsprachen-kenntnisse, eine Stärkung der sozialen und persönlichen Kompetenzen und dadurch auch bessere Chancen am heimischen Arbeitsmarkt mit sich.

Aber nicht nur die jungen Facharbeiter, sondern auch ihre heimischen Dienstgeber können durch diese Auslandserfahrung profitieren. Das im Ausland erlernte neue Know-how verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, Mitarbeiter mit Auslandserfahrung sind meist qualifizierter und flexibler einsetzbar und der Auslandsaufenthalt bringt neue Kontakte zu ausländischen Unternehmen. Gerade um Geschäftsbeziehungen auszubauen könnten die ArbeitnehmerInnen gezielt zu Geschäftspartnern, Lieferanten oder innerhalb von Konzernen entsandt werden.

Die maximal geförderte Dauer des Auslandsaufenthaltes beträgt zwischen drei und neun Monaten. In dieser Zeit werden den jungen ArbeitnehmerInnen zusätzlich zu einem möglichen Praktikumsentgelt 330 Euro pro Monat für die erhöhten Kosten (Zimmer bzw. Wohnung, etc.) im Ausland ausbezahlt. Weiters werden die Kosten für die Hin- und Rückreise ersetzt und auch vorbereitende oder begleitende Sprachkurskosten können eingereicht werden.

Studierende können nun schon seit 20 Jahren im Rahmen ihres Studiums über das Erasmus-Programm von der EU finanzierte Auslandssemester absolvieren. Für junge ArbeitnehmerInnen gab es bislang in Tirol keine Möglichkeit, durch EU-Gelder finanzierte Auslandserfahrungen zu sammeln. Daher initiierte die AK Tirol das Projekt „TirolerInnen auf der Walz“, um auch jungen ArbeitnehmerInnen diese Möglichkeit zu geben. Als Partner dafür konnten die Wirtschaftskammer Tirol, das Land Tirol sowie das BEP (Büro für europäische Programme) gewonnen werden. Für EU-Förderungen aus dem für junge ArbeitnehmerInnen geschaffenen EU-Förderprogramm „Leonardo da Vinci“ kann nämlich nicht ein Einzelner Gelder beantragen, sondern es muss immer eine Institution einen Projektantrag für eine bestimmte Zielgruppe bei der Nationalagentur für „Leonardo da Vinci“ stellen.

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