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AK-Dinkhauser: Aufschwung in Tirol muss allen zugute kommen – Größere haben Leitfunktion für Klein- und Mittelbetriebe  

29.10.2007
Starkes Gewinnwachstum – Schwache Lohnentwicklung

Die Betriebe weisen - vor allem in den Jahren 2004 und 2005 - mit Zuwächsen von 25 bzw. 71 Prozent sehr hohe Gewinnzuwächse auf. Im Mittel sind die Jahresüberschüsse in den letzten vier Jahren um 33 Prozent, der Cash Flow um rund 14 Prozent per anno gestiegen. Bei den 263 Betrieben sind die Jahresüberschüsse im Schnitt um 25 Prozent und der Cash Flow immerhin noch um 10 Prozent pro Jahr gestiegen.

Dem gegenüber ist die gesamte Bruttolohn- und Gehaltssumme nur moderat gestiegen, nämlich um durchschnittlich 4,2 bzw. 4,1 Prozent. Überraschend ist vor allem die Entwicklung im Jahr 2005, wonach die Bruttoentgelte nur um 3,7 Prozent gestiegen sind.

Die Zahl der Arbeitnehmer ist durchschnittlich um 1,5 bzw. 1,8 Prozent gestiegen, die Betriebe weisen im Mittel 174 (bei n=273) bzw. 147 (bei n=263) Arbeitnehmer auf. Die Lohn- und Gehaltssumme pro Arbeitnehmer hat daher in den letzten vier Jahren nur um 1,8 Prozent pro Jahr (in beiden Versionen) zugenommen. Mit 2,3 Prozent pro Jahr ist der gesamte Personalaufwand – also einschließlich der Lohnnebenkosten – gestiegen.

Die Wertschöpfung hat sich im Vierjahreszeitraum um durchschnittlich 7 Prozent (5 Prozent) erhöht. Es ergeben sich aber ziemliche Unterschiede in der Verteilung der Wertschöpfung: So ist der Zinsaufwand um 8 Prozent bzw. 6,7 Prozent p.a. zurückgegangen, weil die Unternehmen sich trotz großer Investitionen weniger stark verschuldet haben. Ein weiterer Grund ist sicher auch der Rückgang des Zinsniveaus.

(bei n= 273) gesunken, ebenso auch das Gemeineinkommen (Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber, Betriebs- und Ertragssteuern) von 18 Prozent auf 15,4 Prozent. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Unternehmenseinkommen (im Wesentlichen der Cash Flow) von 32,4 auf 40 Prozent gestiegen. Bei den 263 mittleren Betrieben ist die Tendenz ebenso gegeben, jedoch nicht mit solch starken Ausprägungen.

Die Studie beweist auch, dass die größeren Tiroler Unternehmen im Schnitt in der Lage waren, ihre Bruttoinvestitionen zur Gänze aus dem selbst erwirtschafteten Cash Flow zu finanzieren. Investitionen sind die Initialzündung für weiteres Wirtschaftswachstum und damit verbunden auch der Arbeitsplatzsicherung. Die in den Bilanzen aufscheinenden zusätzlichen Arbeitsplätze wurden trotz stärkerer Internationalisierung der Tiroler Wirtschaft großteils auch im eigenen Bundesland geschaffen. Dies ergab einen Vergleich mit den Beschäftigtenzahlen der Tiroler Gebietskrankenkasse.

Eine längerfristige Betrachtung zwischen 1998/1999 und 2004/2005 zeigt auf, dass sich die Verteilung der Wertschöpfung bei den Tiroler Industriebetrieben immer mehr hin zu den Unternehmenseinkommen verschiebt. Die Anteile der Arbeitseinkommen und der Anteil an Steuern und Abgaben gehen immer mehr zurück.

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Bilanzstudie der AK Tirol (29.10.2007)


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