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Rechtlich unhaltbar – menschlich ein Armutszeugnis: Arbeiter entlassen, weil er sich nach Unfall um zweijährigen Sohn gekümmert hat  

05.11.2007
In der Arbeitsrechtlichen Abteilung der Arbeiterkammer Tirol ist man ja einiges gewöhnt, was den immer wieder vorkommenden schlechten Umgang mit Arbeitnehmern betrifft. Aber dieser Fall macht selbst erfahrene Juristen betroffen.

Ein Arbeiter einer Speditionsfirma wird telefonisch darüber informiert, dass sein zweijähriger Sohn in der Kinderspielgruppe einen Unfall mit einer schweren Kopfverletzung erlitten hat. Unverzüglich teilt der aufgeregte Vater seinem Arbeitgeber mit, dass er sich um seinen verunglückten Sohn kümmern muss und bringt ihn sofort ins Spital. Im Krankenhaus erfährt er, dass sein Bub zur Behandlung stationär aufgenommen werden muss. Daraufhin ruft der Arbeiter in der Firma an, ob er nicht am nächsten Tag frei bekommen könnte, um sich im Krankenhaus um den Zweijährigen zu kümmern. Kaltschnäuzig teilt ihm der Arbeitgeber per Telefon mit, dass er sofort entlassen ist.

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