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AK Tirol verlangt faire Chancen für Ältere, statt bloßer Lippenbekenntnisse  

06.11.2007
Die schlechte Arbeitsmarktlage

„Jubelmeldungen des Arbeitsmarkts gehen an älteren Arbeitnehmern vorbei -Arbeitslosenquote bei über 50jährigen durchwegs ansteigend!“

Allerorten wird gejubelt, dass die Arbeitslosigkeit zurückginge und wir sogar auf Vollbeschäftigungskurs fahren. Nur was völlig vergessen wird: Bei den über 50jährigen steigt die Arbeitslosigkeit stetig an, was durch die Statistiken des Arbeitsmarktservice bestätigt wird: Denn nach dem aktuellen Halbjahresvergleich 2007 ist bei der Gruppe der über 50jährigen während des ersten Halbjahres 2007 ein Anstieg von 4,5 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Anstieg von 3,6 Prozent zu vermerken (AMS-Daten Tirol, Oktober 2007). Bedenkt man, dass die derzeitige Konjunktur außerordentlich günstig ist und bei allen sonstigen Altersgruppen die Arbeitslosigkeit abnimmt, so ist der entgegen dem Trend festzustellende Anstieg bei den älteren Arbeitnehmern als besonders dramatisch zu betrachten. Offenbar sind über 50jährige Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt in der Realität trotz aller gegenteiliger Beteuerungen kaum erwünscht.
Im Übrigen: Auch die durchschnittliche Vormerkdauer als Arbeitsloser ist bei der Gruppe der über 50jährigen signifikant höher als bei den jüngeren Altersgruppen (z.B. in Tirol: 113 Tage bei 50- bis 59jährigen bzw. 192 Tage bei über 59jährigen Arbeitslosen; aber 64 Tage bei 25- bis 29jährigen bzw. 78 Tage bei 30- bis 39jährigen).

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