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AK Tirol verlangt faire Chancen für Ältere, statt bloßer Lippenbekenntnisse
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| 06.11.2007 |
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Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand
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(Erhebung der Statistik Austria)
Wichtigste Ergebnisse
Ergebnisse basieren auf einer Befragung erwerbstätiger und nicht-erwerbstätiger Personen (Selbständige und Unselbständige) im Alter von 50 bis 69 Jahren. |
Öffentlicher Dienst
- Personen im öffentlichen Dienst haben in diesem Alter überdurchschnittlich häufig ihre Erwerbskarriere bereits beendet. Bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst mit Hilfs- oder mittleren Tätigkeiten waren es sogar 56,9 Prozent.
- Dabei gehen Beamte und Vertragsbedienstete am häufigsten unfreiwillig in Pension – „werden in den Ruhestand versetzt“ nämlich 14,8 Prozent bei öffentlich Bediensteten; 12,3 Prozent bei Angestellten und 9 Prozent bei Arbeitern.
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Resümee
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| Die Politik trifft durch ihre Pensionierungswellen – insbesondere bei Bahn, Post, Telekom und im Staatsdienst – einen hohen Teil der Schuld an der im europäischen Vergleich schlechteren österreichischen Erwerbsquote von älteren Arbeitnehmern und nimmt die selbst verursachte schlechte Statistik nunmehr zum Anlass, allgemein die Bedingungen für den Pensionsantritt zu verschärfen. |
Gründe, die zu einer Verlängerung des Erwerbslebens geführt hätten: Größter Einfluss: Individueller Gesundheitszustand
- Für 61,4 Prozent hätte ein besserer Gesundheitszustand zu einer Ausdehnung der Erwerbsphase beigetragen
- 29,6 Prozent hätten länger gearbeitet, falls ein Arbeitsplatz vorhanden gewesen wäre
- für 10 Prozent wäre ein besseres Arbeitsklima für eine längere Erwerbstätigkeit entscheidend gewesen
- bei 5 Prozent spielen bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten eine entscheidende Rolle, was von der Studie „im Hinblick auf das fortgeschrittene Lebensalter als beachtenswert“ bezeichnet wird
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Wege in den Ruhestand (befragt wurden Nicht-erwerbstätige Personen)
- 17,3 Prozent: langfristige Erkrankung (mit branchenbezogenen hohen Anteilen des Bauwesens und des Gaststätten- und Beherbergungswesens)
- 8,9 Prozent Arbeitslosigkeit (wobei 43,1 Prozent angeben, wieder arbeiten zu wollen)
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Hauptgründe für Pensionsantritt (befragt wurden Personen, die unmittelbar nach ihrer letzten Erwerbstätigkeit in Pension gegangen sind)
- 50 Prozent wegen Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen
- 15,5 Prozent wegen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit
- 11,9 Prozent hätten gerne länger gearbeitet und sind unfreiwillig in die Pension geschickt worden. Am häufigsten beenden öffentlich Bedienstete ihr Berufsleben unfreiwillig (14.8 Prozent)
- 8,1 Prozent waren von AG-Kündigung oder Konkurs betroffen
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