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AK Tirol verlangt faire Chancen für Ältere, statt bloßer Lippenbekenntnisse
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| 06.11.2007 |
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Tirols Arbeitnehmer befinden sich in der Altersfalle.
In Zeiten von sinkenden Geburtenraten und zunehmendem Facharbeitermangel, beginnen auch Wirtschaftsvertreter zu beteuern, dass gerade ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer außerordentlich wertvolle Mitarbeiter seien, um die man sich ganz besonders kümmern müsse. Die Realität sieht aber oftmals ganz anders aus: Ältere Arbeitnehmer werden von allen Seiten in die Zange genommen:
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- Die schlechte Arbeitsmarktsituation – Arbeitslosenzahlen nehmen durchwegs zu; Gefahr der Langzeitarbeitslosigkeit ist gerade in dieser Gruppe signifikant höher.
- Die arbeitsrechtliche Seite – hohe Kündigungsgefahr und Gefahr der Entgeltreduktion.
- Die sozialrechtliche Seite – Pensionsantrittsalter wird immer weiter hinaufgesetzt; Invaliditätspensionen sind kein „Schlupfloch“, sondern eher die „Endstation“.
- Die abgabenrechtliche Seite – derzeitige Abgabenbefreiungen für Arbeitgeber sind wirkungslos; Ebenso das Malussystem bei Kündigung älterer Arbeitnehmer, das eine Kündigung über 56jähriger sogar „verbilligt“.
- Die gesundheitsrechtliche Seite – Betriebliche Gesundheitsförderung ist für den größten Teil der Arbeitnehmer nicht existent.
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„Die hohen Ziele der Europäischen Union gehen an der Realität des Arbeitslebens vorbei“
Angesichts unten geschilderter Tatsachen erscheinen die von der Europäischen Union angestrebten Ziele purer Zynismus zu sein: Nämlich die so genannte Lissabon-Strategie: Anhebung der Beschäftigungsquote der über 55jährigen (bis 64jährigen) Arbeitnehmer auf 50 Prozent der Gesamtbevölkerung (Österreich: 2006: 35,5 Prozent, 2001: 31,8 Prozent) bis 2010.
Sowie das Barcelona-Ziel: Anhebung des durchschnittliche Renteneintrittsalters um fünf Jahre bis 2010.
„Die bloße Anhebung des Pensionsantrittsalters ist zuwenig.“
Es werden Ziele in den Raum gestellt, ohne dass sich die Politik gleichzeitig konkrete und effektive Umsetzungsmaßnahmen überlegt. Das Pensionsantrittsalter wird einfach erhöht, ältere Arbeitnehmer fallen aus dem Arbeitsmarkt heraus und müssen bis zur Pension vom Arbeitslosengeld, von der Notstandshilfe und von der Sozialhilfe leben. Damit fördert man die Altersarmut. |
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