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Immer mehr Menschen sind bankrott und brauchen schnell Hilfe  

13.11.2007
Finanzielle Ausstattung der Schuldnerberatung Tirol weit unter dem Durchschnitt

Die Schuldnerberatung Tirol ist finanziell nicht ausreichend ausgestattet. Die Beratungszahlen steigen ständig, die Auslastung ist extrem hoch. Auf einen Termin muss man bis zu sechs Monate lang warten, obwohl Experten den Betroffenen dringend empfehlen, nicht lange zu zögern und schnellstmöglich Hilfe bei der Schuldnerberatung einzuholen.

Um diese aktuelle Problemlage zu bewältigen, müssten mit sofortiger Wirkung mindestens zwei Mitarbeiter mehr bei der Schuldnerberatung Tirol finanziert werden, um den bestehenden Rückstau abbauen zu können und vertretbare zeitnahe Termine zur Beratung und Bearbeitung anbieten zu können.

Das Land hat zwar angekündigt, für das Budget 2008 den Betrag für die Schuldnerberatung zu erhöhen, dies reicht jedoch bei weitem nicht aus. Die in Aussicht gestellten 600.000 Euro würden der Summe von 0,87 Euro pro Einwohner entsprechen.

Legt man der Finanzierung der Schuldnerberatung diesen Schlüssel zugrunde, bestätigt auch der Vergleich mit den anderen Bundesländern, dass das Land Tirol die Schuldnerberatung nur unterdurchschnittlich finanziert. Die Zahlen des Dachverbandes der Schuldnerberatungen in Linz belegen dies. Bezogen auf 2006 hat etwa das Land Vorarlberg pro Einwohner 1,49 Euro aufgewendet, das Land Oberösterreich 1,41 Euro und das Land Kärnten 1,17 Euro.

Das Land Tirol wendete demgegenüber 2006 pro Einwohner nur 0,74 Euro auf. Um also zumindest den Standard anderer Bundesländer zu erreichen, müsste die Zuwendung des Landes an die Schuldnerberatung fast verdoppelt werden.

Aus der schlechten finanziellen Ausstattung durch das Land ergibt sich für die Schuldnerberatung die Notwendigkeit von Co-Finanzierungen und zwar in einem Ausmaß, wie sie in keinem anderen Bundesland erfolgen. Als einzige österreichische Arbeiterkammer leistet die AK Tirol einen finanziellen Beitrag zur Schuldnerberatung und das AMS Tirol einen überproportional hohen Anteil, der allerdings für 2008 gekürzt werden soll.

Diese schlechte finanzielle Ausstattung einer so wichtigen Einrichtung wie der Schuldnerberatung, macht die Ignoranz des Landes gegenüber der in seine Zuständigkeit fallenden Aufgabe der Schuldnerberatung augenfällig. Sie spiegelt sich aber auch in der Gesetzeslage wieder.

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Finanzielle Ausstattung der Schuldnerberatung Tirol weit unter dem Durchschnitt
Keine Verankerung der Schuldnerberatung im neuen Grundsicherungsgesetz Schuldnerberatung rechnet sich Menschliche Aspekte bleiben unberücksichtigt Forderungen weiter



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