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Dinkhauser: Bodenwertabgabe als Lenkungsinstrument aufwerten - Wohnen für alle leistbar machen!  

08.02.2008
„Baulandmobilisierung heißt noch lange nicht, dass deswegen die Wohnungen billiger werden und das ist das Thema für die jungen Familien im Land. Wir brauchen neue Instrumente, weil die bisherigen untauglich waren.“ Darüber hinaus muss nach Ansicht der AK Tirol sichergestellt werden, dass Bauland nicht weiterhin ungehindert gehortet werden darf zum Nutzen der Grundbesitzer und zu Lasten junger Familien. Deshalb sollten die Gesetze zur Mobilisierung von Bauland evaluiert werden. Die bisher im Tiroler Raumordnungsgesetz verankerten bodenpolitischen Instrumentarien sind zwar positive Ansätze, damit kann aber nicht das Auslangen gefunden werden. Hohe Bodenpreise und mangelnde Verfügbarkeit bereits gewidmeter Baulandflächen führen weiterhin zu Widmungen in Randgebieten der Gemeinden, was die Zersiedelung verstärkt und vor allem zu hohen Kosten bei der Erstellung der notwendigen Infrastruktur führt.

Das Land Tirol ist aufgefordert, endlich die überörtliche Raumordnung aufzuwerten und im Rahmen von Raumordnungsprogrammen die Steuerung der Siedlungsentwicklung und die Ausweisung von Betriebsstandorten von Gemeinden mitzugestalten und konsequent umzusetzen.

Ein großer Teil des Wohnbauvolumens wird mit Unterstützung der Wohnbauförderung realisiert. Die Tiroler Wohnbauförderung kennt Anreizinstrumente, um verdichtete Bauformen, beziehungsweise Bauweisen mit denen eine effiziente Energieeinsparung möglich ist, zu fördern. Dieses Steuerungsinstrument bietet sich auch für eine nachhaltige Raumordnung insoweit an, als die Wohnbauförderung auch steuernd in die Bodenpolitik eingreifen kann. Maßgebliche Fakten, wie der Flächenverbrauch, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Zentralität der zu verbauenden Flächen, können als Punktekriterien für die Vergabe erhöhter Förderungen heran gezogen werden.

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