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AK Tirol: Pflege daheim ausbauen  

22.02.2008
Neben diesen äußerst unterschiedlichen zeitlichen und inhaltlichen Serviceleistungen bestehen leider immer noch unterschiedliche Tarife, die von den Pflegebedürftigen innerhalb der jeweiligen Sprengel für die verschiedenen Leistungen zu bezahlen sind. Die AK hat schon jahrelang immer wieder auf diese Missstände hingewiesen, geschehen ist bis heute jedoch nichts.

Halbherzige Versuche von Seiten des Landes, die Sprengeltarife zu vereinheitlichen, sind an den Widerständen der Gemeinden (die ja die Sprengel mitfinanzieren) gescheitert. Eine vernünftige Aufteilung der Kosten zwischen. Land, Gemeinden und Pflegebedürftigen in einer für alle Sprengel gültigen Weise ist daher nach wie vor in weiter Ferne.

Aber auch die Vereinheitlichung bezüglich Öffnungszeiten und Leistungsangeboten der einzelnen Sprengel ist nicht einmal ansatzweise erfüllt. Dabei könnten die Sozialsprengel durch eine bessere Vernetzung mit den stationären Einrichtungen zum Dreh- und Angelpunkt innerhalb der verschiedenen Pflegestrukturen ausgebaut werden. Eine verstärkte Tagesbetreuung und damit eine Verhinderung oder Verzögerung einer stationären Unterbringung in einem Pflegeheim ist außerdem wesentlich kostengünstiger.

Es fehlt daher bisher an einer klaren Struktur, die das Land Tirol genauso wie die Finanzierung der Sprengel unter Beteiligung der Gemeinden vorzugeben hat. Da der Hauptteil der finanziellen Förderung schon bisher aus dem Landesbudget fließt, ist es nicht verständlich, dass nach dem Motto „wer zahlt, schafft an“, die Durchsetzung der notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingen durch die Landespolitik bis dato nicht möglich war.

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