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AK-Dinkhauser: Lohnsteuerreform jetzt! Beschäftigte brauchen keinen Gnadenakt sondern einen sozialen Rechtsakt!
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| 18.03.2008 |
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Das Leben wird immer teurer: Wohnen, Heizen, Benzin, von den Lebensmitteln gar nicht zu reden. Gleichzeitig stagnieren die Reallöhne trotz guter Konjunktur seit Jahren.
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| Wir zahlen heute ein Drittel mehr Steuern als vor sechs Jahren! Da die Steuereinnahmen weit über Plan gestiegen sind, die Bevölkerung jedoch derzeit durch enorme Preissteigerungen über Gebühr belastet wird, muss eine Steuerreform spätestens mit 1. Jänner 2009 und nicht erst 2010 kommen, verlangt AK-Präsident Fritz Dinkhauser. |
| Um der Bevölkerung die Teuerungsrate nachhaltig abzugelten, bedarf es einer sofortigen und vor allem nachhaltigen Steuerreform, die den Namen Reform auch verdient, also nicht bloß eine alle vier bis fünf Jahren sich wiederholende Steuersenkung, die sich die Bevölkerung ohnehin durch laufende Lohnsteuermehreinnahmen (kalte Progression) selbst verdient hat. |
Die AK Tirol fordert eine sofortige und grundlegende Steuerreform, die insbesondere folgende Punkte beinhalten muss:
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Ausschaltung der kalten Progression
Von 2005 bis 2010 bewirkt allein die kalte Progression Lohnsteuermehreinnahmen in Höhe von 2 Mrd. Euro, also jährlich ca. 400 Millionen Euro. Damit hätten die Arbeitnehmer bereits den größten Teil der Steuerreform selbst finanziert.
AK-Dinkhauser: „Wir verlangen die gesetzliche Festlegung, dass die Steuergrenzen im Einkommensteuergesetz jährlich um die Inflationsrate erhöht werden.“ |
Senkung des Grenzsteuersatzes
Bei jeder Lohnsteigerung verdient der Finanzminister neben der 18prozentigen Sozialversicherung 38 Prozent Lohnsteuer (bzw. 43 Prozent oder 50 Prozent - siehe Steuerklassen). Diese so genannten Grenzsteuersätze gehören endlich gesenkt, da ansonsten von jeder Lohnsteigerung sofort insgesamt mehr als 50 Prozent an Abgaben (Sozialvers. und Lohnsteuer) wegfallen.
Dinkhauser: „Von den verbleibenden 50 Prozent der Lohnerhöhung muss nun die kalte Progression abgegolten werden und die allgemeine Teuerung (Inflation) finanziert werden. Das ist der Grund, warum es in den letzten zehn Jahren keine Reallohnerhöhungen gab.“ |
Armutsbekämpfung
Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer: Dabei sollte es nicht nur ein menschliches Gebot der Stunde sein, Armut verhindern zu helfen, sondern auch der Staat profitiert mehrfach davon, insbesondere wird in diesem Einkommensbereich jeder zusätzlich erhaltene Euro für den Konsum ausgegeben, was das Wirtschaftswachstum stärkt und somit Arbeitslosigkeit reduziert. 100 Euro Einmalzahlung ist zuwenig.
Die AK Tirol fordert: Verdoppelung der Negativsteuer und zusätzlich eine automatische Anpassung an die Inflation. Somit werden auch jene nachhaltig entlastet, die ohnehin keine Lohnsteuer bezahlen. |
Steuerfreibeträge und Absetzbeträge
Auch Steuerfreibeträge und Absetzbeträge sollten jährlich mit der Inflationsrate erhöht werden, wie es ja auch die staatlichen Gebühren (z.B. Autobahnvignette etc.) werden. Davon wären das Pendlerpauschale, der Verkehrsabsetzbetrag, das Kilometergeld oder der Alleinverdienerabsetzbetrag betroffen.
Dinkhauser: „Es geht um die Stärkung der Kaufkraft, das geht nur mit höheren Einkommen. Wir haben in Tirol das geringste Einkommen, aber die höchsten Lebenshaltungskosten. Wir brauchen endlich eine deutliche Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen. Wird nämlich zugunsten der unteren sozialen Schichten umverteilt, trägt das ganz wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg bei, da diese Einkommensschicht das zusätzliche Geld nicht spart, sondern sofort ausgibt und somit das Wirtschaftswachstum weiterhin ankurbelt.“ |
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