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AK Tirol gibt Tipps zum Fischeinkauf: Achtung auf Gütesigel, bedrohte Arten meiden  

20.03.2008
Fisch ist gesund, leicht verdaulich und enthält wertvolle Omega 3 Fettsäuren. Gerade zum Ende der Fastenzeit ist er ein beliebtes Gericht.

Tatsache ist aber, dass die Fischbestände in den Weltmeeren durch ausgeklügelte Fangmethoden radikal dezimiert werden. Die einst unerschöpflich scheinenden Reserven der Meere sind bald zu Ende, wenn nicht etwas geschieht. Auch beliebte Speisefische wie Kabeljau, Scholle und Thunfisch sind bald überfischt. Jeder Einzelne kann aber einen Beitrag leisten und sich vor dem Einkauf informieren.

Augen auf beim Fischeinkauf

Wer einen Beitrag leisten will, sollte auf heimische Fische zurückgreifen. Leider sind Fische aus Aquakulturen keine Lösung, da zu ihrer Fütterung Wildfang in großem Ausmaß benötigt wird.

Auch wenn einige österreichische Lebensmittelketten auf die Bemühungen der Umweltschutzorganisationen reagiert haben und Fischarten, deren Bestand akut gefährdet sind, aus ihren Regalen genommen haben, kann nicht bedenkenlos alles gekauft werden. Besonders ärgerlich sind in diesem Zusammenhang Meldungen, wie jene vom November 2007, dass in Österreich der erste Fischsupermarkt eröffnet hat, der in seinem Sortiment auch vom Aussterben bedrohte Fischarten wie Schwertfische und Rochen führt. Derartige Verkaufsmethoden sollten von den Konsumenten mit Boykott quittiert werden.

Achten Sie auf das MSC-Gütesiegel!

Um den Einkauf zu erleichtern, kann das Gütesiegel MSC (Marine Stewardship Council) empfohlen werden, die Produkte sind mit einem kleinen blauen Fisch gekennzeichnet. Fischfangunternehmen können sich unter diesem Gütesiegel zertifizieren lassen. Sie verpflichten sich dabei, den Fischfang so zu betreiben, dass Überfischung nicht eintritt und bereits erschöpfte Bestände nur so befischt werden, dass nachweisbar eine Erholung möglich ist.

Problem Tiefseefische

Die modernen Fangmethoden erleichtern die Möglichkeit, auch Tiefseefische zu fangen und auf den Markt zu bringen. Die zu erwartenden Folgen sind bei diesen Fischarten noch unklar und die angewendeten Fangmethoden bedeuten einen noch stärkeren Eingriff in das Ökosystem Meer. Daher sollte vom Kauf von Tiefseefischen überhaupt Abstand genommen werden.

Orientierungshilfe

Von den namhaften Umweltorganisationen Greenpeace und WWF gibt es Einkaufsführer, die über Fangmethoden und Produktionsmethoden informieren und Auskunft darüber geben, welche Fischsorten am ehesten gekauft werden können. Sowohl Greenpeace als auch WWF haben sich intensiv zu diesem Thema geäußert. Auf den Homepages finden sich unter folgenden Links www.wwf.at und www.greenpeace.at Einkaufsführer mit ganz konkreten Tipps für die Kaufentscheidung.

Tipps:


  • Besorgen Sie sich den Fischführer einer der Umweltschutzorganisation WWF oder Greenpeace und achten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf auf die darin enthaltenen Empfehlungen.

  • Prüfen Sie, welchen Fisch Sie zur Zubereitung eines Gerichtes benötigen und ob nicht auch ein heimischer Fisch Ihren Anforderungen genügt bzw. ein Fisch, der nach den Kriterien der einschlägigen Listen nicht zu beanstanden ist.

  • Achten sie auf das Gütesiegel mit dem kleinen blauen Fisch.

  • Zuchtfisch aus Aquakultur ist keine Alternative, da Fisch aus Wildfang im großen Umfang verfüttert wird.


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