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Maria Blumencron über Tibets Kinder auf der Flucht ins Exil  

05.05.2008
Im Frühjahr 2000 kämpften sich sechs Kinder, das jüngste gerade sechs Jahre alt, über die eisigen Pässe des Himalaya.

Sieben Jahre später waren es fünf Jugendliche, die auf ähnlicher Route ihre Heimat verließen. Ihr Ziel sind die Schulen des Dalai Lama in Nordindien. Dort, so hoffen ihre Eltern, erwartet sie eine gute Ausbildung und eine bessere, freiere Zukunft. Jedes Mal waren Fluchthelfer mit und jedes Mal war auch Maria Blumencron dabei. Sie unterstützte die jungen Tibeter, begleitete sie ein Stück weit und filmte ihre abenteuerliche Flucht.

Bereits vor zwei Jahren stellte Maria Blumencron ihren preisgekrönten Film „Flucht über den Himalaya“ und das gleichnamige Buch in der Tiroler Arbeiterkammer vor. Jetzt war die Dokumentarfilmerin und Autorin mit ihrem neuen Buch und Film „Auf Wiedersehen, Tibet“ wieder zu Gast in der AK Tirol. Ihren Vortrag widmete sie „allen Menschen, die derzeit in friedlicher Absicht auf die Straße gehen, damit Tibet ein freies Land wird.“

Mit Filmausschnitten, Fotos, persönlichen Eindrücken, Zitaten von Betroffenen und musikalischer Untermalung machte Maria Blumencron auf ihre ganz persönliche Weise auf ein Land und seine Lage aufmerksam. Sie schilderte von streikenden Filmkameras, abgebrochenen Expeditionen, von weinenden Müttern und verzweifelten Flüchtlingen, von Hunger und Erfrierungen, von aufopferungsvollen Führern, von Verfolgungen und Verhören durch die chinesische Polizei. Und sie erzählte vom berühmten Fluchthelfer Kelsang Jigme, der schon fast eine Legende ist. Er beugte sich nicht einmal der chinesischen Polizei, die ihn 1999 fasste und zweieinhalb Jahre festhielt und folterte. Jahre später beschlossen der Führer und die Autorin noch einmal in Richtung Grenzpass aufzusteigen, dort hissten sie eine Gebetsfahne und trafen die fünf jugendlichen Flüchtlinge, die bereits Erfrierungen zweiten Grades hatten und die sie in die Freiheit begleiten konnten.

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