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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser  

04.03.2008
Marc und Stefanie sind befreundet. Marc lernt Stukkateur und Trockenausbauer, Stefanie ist angehende Bürokauffrau.

Mit ihrer Ausbildung sind sie beide nicht besonders zufrieden. Besonders schlimm ist es bei Marc, der seinen Beruf zwar schon fast 2 Jahre erlernt, jedoch noch niemals mit Stukkarbeiten beschäftigt war. Beim Aufstellen von Rigipswänden ist er inzwischen Weltmeister; der andere Ausbildungsbereich hingegen kommt sträflich zu kurz. Bei Stefanie ist es besser. Als Bürokauffrau hat sie schon in den verschiedensten Abteilungen ihres Betriebes mitarbeiten dürfen. Nur in die Buchhaltung wird sie wohl bis zum letzten Lehrtag nie kommen. In der AK-Jugendabteilung beklagen sie sich über die fehlenden Ausbildungsinhalte im Vergleich mit dem Berufsbild. Eine tatsächliche Verbesserung der Situation lässt sich – so der Berater in der AK – erst erreichen, wenn der tatsächliche Arbeitseinsatz nicht nur behauptet wird, sondern auch bewiesen werden kann. Es mag zwar lästig sein, an der Führung täglicher oder zumindest wöchentlicher Aufzeichnungen über geleistete Arbeiten und die dabei gemachten Ausbildungsfortschritte führt aber kein Weg vorbei. Stefanie führt bereits schon länger ein solches Arbeitstagebuch und wird nun mit diesem „bewaffnet“ an der Seite ihrer Mutter das Gespräch mit dem Betrieb suchen. Wäre doch gelacht, wenn das nicht der Schlüssel zur Buchhaltung wäre! Marc wird sich schwerer tun. Sein einseitiger Arbeitseinsatz ist nur sehr schwer beweisbar, was eine Rechtsdurchsetzung im Ernstfall fast unmöglich macht. Das wird sich nun ändern: Auch Marc wird künftig seine Tätigkeiten im „Praxisheft“ vermerken und dann beim Chef vorstellig werden.


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