Lage der Arbeitnehmer: Tirol braucht Frauenpower

„Eine zukunftsorientierte Gesellschaft setzt alle Hebel in Bewegung, um für Frauen mit Kind Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen: Tirol kann damit seine wirtschaftliche Leistungskraft steigern.“, so AK-Präsident Fritz Dinkhauser anlässlich der Präsentation des aktuellen Berichtes zur Lage der Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2006.

In der Studie werden die Probleme am Arbeitsplatz und beim Einkommen genau durchleuchtet. Die Experten haben aber auch die sozialpolitische und gesellschaftliche Rolle der Frau hinterfragt sowie die besondere Problematik der Berufsunterbrechung wegen Kindererziehung aufgezeigt, vor allem im Hinblick auf Karriereplanung und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Die AK Tirol hat bei ihren Untersuchungen den Schwerpunkt auf die Situation der berufstätigen Frau gelegt. Gerade aus der täglichen Beratungspraxis der AK-Experten zeigt sich, dass Frauen mit zahlreichen Problemen zu kämpfen haben: Ob mangelnde Kinderbetreuung, Minderbezahlung, geringe Aufstiegschancen, fehlende Pensionszeiten durch Haushaltsführung und Kindererziehung, enorme finanzielle Belastungen bei Trennung und Scheidung, Schwierigkeiten im Fall der Trennung im Zusammenhang mit Wohnungseigentum aufgrund fehlender Eintragung ins Grundbuch, Bürgschaften, usw.

AK, Land, Gemeinden und Wirtschaftskammer wollen nun gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um Ungleichheiten zu beseitigen. Ein Tiroler Netzwerk für mehr Frauenpower soll Abhilfe schaffen und auch ein Umdenken in der Gesellschaft bewirken. Dazu bekannten sich LH-Stv. Elisabeth Zanon, Bgm. Hilde Zach, WK-Vizepräsidentin Patrizia Zoller-Frischauf und Präsident Fritz Dinkhauser in einer gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des heurigen Lageberichtes.

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